Der Ort liegt am Fuße des Salzkopfes mitten im Binger Wald und direkt an der Route der fünften Etappe des Soonwaldsteiges. Für Wanderer ist die Lauschhütte schon längst zum beliebten Einkehrplatz geworden.

Das ehemalige Forsthaus Lauschhütte ist heute Waldgasthaus mit einem gemütlichen Freisitz.

Der Name Lauschhütte, so wird angenommen, bezieht sich darauf, dass man versteckt in der Hütte unbemerkt das Wild belauschen beziehungsweise aufspüren wollte. Außerdem war sie im 18. Jahrhundert Rückzugsort für Waldarbeiter, die auf der großen Wiese vor der Hütte das gefällte Holz zwischenlagerten. Ein größeres Haus löste Mitte des 19. Jahrhunderts die Hütte ab. Forsthaus wurde die Lauschhütte ab 1900 mit der Besonderheit, dass der Förster auch eine kleine Schenke betrieb. Seit 1971 ist die Lauschhütte verpachtet und bis heute als Gaststätte genutzt.

Für alle, die das Abenteuer in den Bäumen suchen, ist der Kletterwald an der Lauschhütte ein Geheimtipp. Strecken für große und kleine Mutige machen das Erlebnis perfekt. Dreifach gesichert kann man je nach Mut und Kondition zwischen verschieden schwierigen Strecken wählen. Schon auf dem Kinderspielplatz übt man sich am einen Meter hohen Kletterturm im Bouldern. Der „Nicht-den-Boden-Berühr-Parcours“auf der Wiese fordert die Kleinsten heraus. Und wenn man auch leider nicht in der Lauschhütte übernachten kann, gibt es diese Möglichkeit im Baumhotel oder in überdachten Hängematten.

(Quelle: Rad und Wandertouren Michael Joost)

Eine fest installierte Geocaching-Runde mit Start an der Lauschhütte kann man sich im Internet ausdrucken (www.opencaching.de). Das GPS-Gerät dafür muss man selbst mitbringen. Am Kletterpark gibt es auch eine Schatzkarte, die ganz ohne GPS auskommt.

Wer lieber ein Stück wandern will, findet auf der Homepage der Lauschhütte mehrere Vorschläge, die auf und rund um den Soonwaldsteig kurze Touren anbieten. Und wer es erst im Winter zur Lauschhütte schafft, kann die nur 500 Meter entfernte Rodelbahn ausprobieren, die mit 400 Metern eine der längsten und schneesichersten der Region ist.

Zwischen April und Oktober verspricht der Kletterwald an der Lauschhütte Nervenkitzel und Spaß in den Baumwipfeln (ab 8 J).