Daxweiler liegt an der Westflanke des Binger Walds, und dass Wald in Daxweiler ein großes Thema ist, entnimmt man der Statistik, die 85% der Gemarkungsfläche von Daxweiler als Waldgebiet ausweist. Die Wälder erstrecken sich östlich der Autobahn A 61, die dicht an Daxweiler vorbeiführt (die Autobahnraststätte Hunsrück liegt hier).

Das gesamte Waldgebiet zwischen Guldenbachtal bis zum Rhein wird als Binger Wald bezeichnet. Die Rede ist von cirka 7000 Hektar Mischwald zwischen dem Hunsrückkamm im Nordwesten, dem Rheintal im Nordosten und dem Soonwald im Südwesten. So wie den Ingelheimer Stadtwald vereint der Binger Wald mehrere Gemeinde-, Stadt- und Privatwälder auf verschiedenen Gemarkungen. Viele Hünengräber lassen darauf schließen, dass der Binger Wald schon sehr lange von Menschen bewohnt war.

Rundwandertour Kandrich - Rheintal - Binger Wald = Romantischer Rhein, Aussichtsreicher Rundwanderweg

Tourstart in Weiler bei Bingen. Über die Amalienhöhe – dort befindet sich das ehemalige Mangan- und Dolomitbergwerk, welches durch seine Architektur einzigartig unter den Industriedenkmälern Deutschlands ist – geht es an Waldalgesheims Wochenendgebiet „Buchenhag“ vorbei in den Binger Wald. Am Waldrand auf einer Bank genehmigte ich mir dann erst einmal ein stärkendes Frühstück.

Auf schönen Waldwegen geht es dann immer bergauf zum Forsthaus Lauschhütte (Einkehrmöglichkeit) und weiter auf den Kandrich. Weit geht von hier der Blick westlich tief in den Hunsrück und östlich hinunter ins entfernte Rheintal. Der Abstieg führt am Forsthaus Emmerichshütte (Einkehrmöglichkeit) vorbei und nach wenigen hundert Metern neben der Autobahn A61 führt ein Weg durch Felder und Wiesen nach Dichtelbach und zweigt im Ort links ab um dann rechts auf den alten Römerweg einzuschwenken. Zunächst geht es weiter durch freies Gelände, dann wieder durch dichten Wald, bevor das Dorf Manubach erreicht wird. Kurz danach erreicht man Oberdiebach und steigt am Ende des Dorfes nach rechts wieder in dichten Wald ein. Über den Petersackerhof fällt der Weg nun hinab zum Rhein. Vorbei an Niederheimbach und Burg Sonneck biegt der Weg am Ortsanfang von Trechtingshausen nach rechts (links ist ja Wasser) wieder in den Binger Wald. Nach dem Aufstieg durchs wild-romantische Morgenbachtal erreicht man den Gerhardshof, wo sich im Haus Waldfrieden prima einkehren lässt. Frisch gestärkt führt der Weg dann über das Jagdhaus Lendershof zum Forsthaus Jägerhaus (Einkehrmöglichkeit), dann hinab zum Morgenbach und durch die Steckeschlääferklamm. Dort hat ein Weilerer Holzkünstler über 60 Gesichter in die, den Weg säumenden Bäume geschnitzt, die es zu entdecken gilt. Weiter durch den Binger Wald führt der Weg nun wieder zum Wocheendgebiet, welches ich vor mehreren Stunden auf der anderen Seite passiert habe.

Strecke 46,4 km

Dauer 11:30 Std