Salzkopf (Hohe: 628 m)
Salzkopfturm (Hohe: 24 m)

Immer noch gemeinsam mit dem Rheinhöhenweg wird die nächste Panoramaaussicht auf dem 628 Meter hohen Salzkopf angesteuert. Auch der Salzkopf war einst militärisch interessant. Den ersten Turm bauten 1899 Soldaten aus Mainz. Es war eine Holzkonstruktion und diente militärischen Beobachtungszwecken. Der Turm hielt der rauen Witterung aber nicht lange stand und wurde ab 1922 mehrfach repariert. 1975 wurde an gleicher Stelle ein neuer Aussichtsturm errichtet. Er stand länger als seine Vorgänger, bis ihm die Rossameisen den Garaus machte. Ihnen schmeckte das Holz aus dem Binger Wald an den Pfeilern zu gut. 1997 wurde der Turm deshalb aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Der Binger Politiker Franz Roos initiierte die Sanierung des Turmes. Deshalb trägt der Salzkopfturm heute auch den Beinamen „Franz Roos“.

Es lohnt sich, den 24 Meter hohen Turm zu besteigen. Von oben blickt man weit über den Binger Wald und bis ins Welterbetal Mittelrhein.

Schöne Waldpassagen begleiten den Wanderer vom Salzkopfturm ins obere Morgenbachtal. Bis zum Etappenziel begleitet der Morgenbach nun den Weg. Er entspringt aus dem Zusammenfluss mehrerer Quellbäche und fließt sieben Kilometer lang gen Rhein. Obwohl er nicht gerade viele Kilometer an Länge aufzuweisen hat, erschuf er doch eines der schönsten Seitentäler des Rheins.

(Quelle: Rad und Wandertouren Michael Joost)

Das gesamte Gebiet des Morgenbachtals steht unter Naturschutz. Das hat seinen Grund vor allem im urwüchsigen Baumbestand in den Schlucht- und Auenwäldern, in den spektakulären Felsregionen, Quarzitsteinhalden und natürlich im Morgenbach selbst. Auch seltene Tierarten wie Wasseramsel, Eisvogel, Gebirgsstelze, Wildkatze, Wanderfalke und Haselhuhn sind hier zu Hause.

Als im 19. Jahrhundert die Landschaftsmaler die romantische Rheinlandschaft als Motiv entdeckten, zogen sie auch ins Morgenbachtal, um die Lichtspiele in den Felsen auf ihren Skizzenblöcken und Leinwänden einzufangen.

Entlang des Morgenbaches gab es zu Zeiten, als man im Wald das Vieh von Bingen weidete, einige Ställe an den Bachufern. Hier und da sind noch Fundamentreste zu entdecken.

Auch sportlich gesehen hat das Morgenbachtal seinen besonderen Reiz. Kletterer aus dem Rhein-Main-Gebiet und auch von weiter her schätzen die Herausforderung der Kletterfelsen im Tal.

Von der Rheinseite her stehen zu beiden Seiten des Tals die Burgen Rheinstein und Reichenstein. Doch das ist schon ein Vorgriff auf die nächste Etappe.